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Führerschein mit 460 PS Maschine „black series“ ;-) von Heino Krause


Meine Mitarbeiter haben sich für meinen 50. Geburtstag ein originelles Geschenk ausgedacht. Umschulung zum Ehrenlokführer (erst mal Schnupperkurs) bei der Molli Bäderbahn. Ich glaube, die wollen mich loswerden;-)

 

Es ging also hoch zur Ostsee. Der Molli begrüßte uns schon bei Hinfahrt an der Strecke.

 

Mein Fahrschulfahrzeug ist eine Schmalspurdampflok Baujahr 1932 mit 460 PS.
Ohne viel Theorie geht’s gleich hart zur Sache. Als dritter Mann auf der Lok Streckenkenntnis fahren und erste eigene Handgriffe im Regelbetrieb zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn West.

 

Die 900mm-Strecke hat zahlreiche Highlights: Fahrt durch die engen Straßen von Bad Doberan, vorbei am ältesten Strandband Deutschlands Heiligendamm, parallel zur Ostsee und Endpunkt im quirligen Badeort Kühlungsborn.

 

Das ist mein Arbeitsplatz im Führerstand.

 

Mein Respekt vor der Arbeit von Lokführer und Heizer ist noch deutlich gestiegen. Das ist wirklich Schwerstarbeit. Brutale Hitze im Sommer. Eiseskälte im Winter weil der Kopf immer aus dem Fenster gehalten werden muss, um die Strecke zu beobachten.

 

Mich faszinieren Dampfloks vor allem, weil man die Kraftanstrengung beim Bewegen der Züge ganz unmittelbar sehen, hören, riechen und im Führerstand auch spüren kann. Zeitweise fuhren wir auch in Doppeltraktion.

 

Das ist das „Comand“ der Dampflok.
Es gehört unheimlich viel Fingerspitzengefühl dazu, den Zug kultiviert anzufahren und noch mehr, ihn passgenau am Bahnsteigende zum Halten zu bringen.

 

Der SLK parkte immer in Bahnhofsnähe und erhielt während der Ausbildung eine besondere Ehrung: Dienstfahrzeug der Molli GmbH mit dem Zufahrtsrecht zu allen Bahnhöfen und Gleisanlagen.

 

Bei Temperaturen über 20°C und viel Sonnenschein wurde der Dienstweg natürlich immer offen bewältigt.

 

Es gab auch noch einen weiteren SLK-Fahrer, der zugleich Dampflokfan ist. Dieser blaue SLK aus Hannover stand öfter mal an der Strecke.

 

Zu einer Lokführerausbildung gehört natürlich auch ein Lokführer-Wohnheim. Offenbar wegen der Bahnhofsnähe oder eines Lo(c)kangebotes war das in unserem Fall das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm

 

Ich war mir zunächst gar nicht sicher, dass ich in Dienstbekleidung und mit ggf. noch rußgeschwärztem Gesicht überhaupt eingelassen und stattdessen auf den Dienstboteneingang verwiesen werde. War dann aber kein Problem; ich bin nicht der erste Eisenbahnfreund. Außerdem ist der SLK natürlich immer eine gute Visitenkarte.

 

Vor wenigen Monaten logierte hier im Hotel George W. Bush. Das Hotel wurde dafür wie eine Festung gesichert.

 

Die örtliche Bürgerinitiative hat das Begrüßungsplakat noch weggeschmissen, weil Bush zusammen mit den anderen G8-Chefs im nächsten Jahr wieder hier ist. Dann möchte ich hier nicht sein.

 

Ich hatte das Glück, ein Bahnhofsfest „Schall und Rauch“ zum 120jährigen Bestehen der Strecke miterleben zu können.

 

Da gab es z.B.
Einen hundertjährigen Zug mit historischen Wagen…

 

…eine sorgfältig restaurierten Güterzug…

 

…und Eisenbahner in historische Unformen.

 

Fazit: Die Lokführerausbildung ist auch für SLK-Fans ein riesiges Erlebnis, das ich jedem nur empfehlen kann. Außerdem kann man im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich Dampf ablassen.

Alle Bilder zu dem Bericht findet Ihr in der Gallery.

(445 Wörter in diesem Bericht)
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